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Performer

Über die Bereitschaft, Widerstände zu überwinden.

Rainer Zitelmann legt mit seinem aktuellen Buch „Die Psychologie der Superreichen“ erstmals eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Reichtumsforschung vor. Wie Armut entsteht ist hinreichend bekannt. Aber Reichtum, gar Super-Reichtum?

Im Buch – eigentlich als Dissertation verfasst und deswegen auch leserlich keine ganz leichte Kost – werden zahlreiche Menschen interviewt, die zwischen 12 Millionen Euro und mehreren hundert Millionen Euro an Vermögen angehäuft haben – die meisten Self-made-Millionäre, also keine Erben. Es ist also interessant, was diese Menschen zu berichten haben, denn man kann von ihnen lernen. Und siehe da: Reichtum ist weder Veranlagung noch ausschliesslich das Ergebnis harter Arbeit, sondern er entspringt einer gewissen Haltung, einer Persönlichkeit, die sich diszipliniert auf die gesetzten Ziele ausrichtet, Dinge entwickelt und vorantreibt und sie bis zum Ende verfolgt.

Auffällig bei den meisten Top-Performern – unabhängig davon, ob sie nun superreich sind oder an anderer Stelle herausragend erfolgreich – ist, dass sie bereit sind, mehr zu leisten als andere, mehr investieren als andere, mehr ertragen als andere und nicht bei jedem Rückschlag gleich den Kopf in den Sand stecken. Erfolg und Reichtum sind kein Glück – klar, auch das gehört dazu, sondern das Ergebnis mentaler Stärke, gebündelter Energie, innerer Klarheit und rücksichtsloser Fokussierung. Viele Erfolgreiche schon haben in ihren jungen Jahren Leistungssport betrieben, waren und sind bereit, in den Schmerz zu gehen und über sich hinaus zu wachsen. Sie haben den Ehrgeiz und sie haben Selbstdisziplin. Alles Dinge, die man an sich verändern und entwickeln kann, wenn man denn will.

Wer im Leben unabhängig, finanziell frei und selbstbestimmt sein will und sein Leben nach eigenen Massstäben führen möchte, kommt nicht drum herum, sich mit sich selbst auseinander zu setzen, sich zu entwickeln und an der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten. Nur mit eigenen Ecken und Kanten, einer Portion Kampfgeist, der Bereitschaft, Widerstände zu überwinden und dem Erkennen und Leben der eigenen Motive und Antreiber kann Erfolg und Reichtum gelingen. Zu keiner anderen Erkenntnis kommt auch Rainer Zitelmann in seinem Buch. Keine Geheimnisse, sondern das, was im Grunde schon jeder wusste: ohne Fleiss kein Preis, ohne harte Arbeit an sich selbst, die die harte Arbeit an den eigenen Zielen ermöglicht, gelingt Reichtum nicht – weder finanzieller noch persönlicher.

Reichtum ist kein Wunder, zumindest keines, das sich nicht jeder selbst erschaffen kann. Vielleicht reicht es nicht bei jedem für Millionen, aber das selbst definierte Lebensglück, ein Leben in Freiheit und auch im materiellen Wohlstand ist möglich. Wenn man bereit ist, sein Bestes zu geben. Dazu gehört zunächst, Klarheit darüber zu bekommen, wohin die eigene Reise gehen soll und zu überprüfen, welche persönlichen Ziele erreicht werden sollen. Das Ziel muss dabei so richtig *GEIL* und anziehend sein. Dann gilt es, dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und jeden Tag einen Schritt weiter aus der Komfortzone zu machen und dem Ziel entgegen zuschreiten. Erfolg ist ein Marathon, kein Sprint. Schritt für Schritt muss man sich ihm nähern.

Vergewissere Dich also jeden Tag, dass Dein Ziel noch im Fokus ist. Wenn nicht, passe Deinen Weg an. Arbeite jeden Tag daran. Jeden Tag. Keine Ausnahme. Eigne Dir die Fähigkeiten an, die Du brauchst, um Dein Ziel zu erreichen. Lerne jeden Tag etwas dazu. Jeden Tag. Ist es unangenehm? Ja, das ist es manchmal. Aber wenn Du nicht bereit bist, auch das Unangenehme zu ertragen, wird sich das Angenehme nicht einstellen. Dann bist Du den Erfolg auch nicht wert. Veränderung bedeutet immer auch Schmerz. Wenn es weh tut, spricht viel dafür, dass Du auf einem guten Weg bist.

Gefragt sind Durchhaltewillen und der Mut, für sich selbst einzustehen und dabei die Einstellung zu haben, nicht andere für Rück- und Fehlschläge verantwortlich zu machen. Aus Fehlern lernen, das ist die Devise, nicht jammern, sondern weiter machen.

Wer sich mit der Psychologie der Erfolgreichen befassen möchte, dem empfehle ich das Buch «Psychologie der Superreichen» von Rainer Zitelmann. Es ist Neuland. Es ist interessant. Es ist nicht immer unterhaltsam, aber sehr lehrreich.

 

Entscheidungen und Schmerzen

Wie gehst du mit Schmerzen um?

Es gibt grundsätzlich drei Arten von Menschen. Die einen meinen, dass jede Entwicklung und die Konsequenzen, die aus einer Entscheidung folgen, grundsätzlich mit Schmerzen verbunden sind. Motto: no pain, no gain oder „Was uns nicht umbringt, macht uns härter“. Diese Menschen betrachten das Leben als Kampf, den sie zu ertragen und zu gewinnen haben.

Die Zweiten meinen, man müsste generell Schmerzen vermeiden und deswegen besser gleich gar keine Entscheidungen treffen. Wenn ich immer den Weg des Sowohl-als-auch statt den des Entweder-oder gehe, komme ich wahrscheinlich mit weniger Blessuren durchs Leben. Ist zwar irgendwie mittelmässig, aber anderen geht es ja schliesslich viel schlechter.

Die Dritten treffen Entscheidungen, versuchen aber die Folgen bzw. die damit verbundenen Nachteile zu entschärfen. Die dritte Gruppe sind meine Kunden. Nicht immer und generell, aber unter anderem in einem Tattoo-Studio, in dem ich immer wieder als Coach gebucht werde, wenn ein Klient ein Tattoo haben möchte, aber keine Schmerzen haben will.

In diesem Tattoo-Studio ist es wie im Leben. Die einen kommen und sagen klar, dass sie ein Tattoo haben möchten. Keine Frage nach Schmerzen. Sie haben entschieden und sind bereit, die Folgen und Begleiterscheinungen zu akzeptieren. Manche sagen sogar, Schmerzen gehören zum Tätowieren dazu. Und schliesslich ist ein Tattoo ja auch eine Entscheidung fürs Leben. Es hat Sinn, diese Entscheidung bewusst zu treffen und auch bewusst die dazugehören Schmerzen zu ertragen.

Die Zweiten werden ihr Leben lang von einem Tattoo träumen, wenn sie sich denn eines wünschen. Aber sie werden den Schritt nicht gehen, weil ihnen der Mut fehlt. Der Preis ist ihnen zu hoch. Schade, denn ihnen entgeht etwas – wenn es nicht das Tattoo ist, wird es etwas anderes sein. Wer immer nur Schmerz vermeidet, sich vor allem fürchtet, trägt vielleicht die härteste aller Konsequenzen: niemals ein Ziel oder eine neue Dimension erreichen, niemals etwas Besonderes sein oder erleben.

Die dritte Gruppe sucht nach kreativen Lösungen. Die Entscheidung fürs Leben ja, aber Schmerzen nein. Vielleicht geht das nicht immer, aber es geht ziemlich oft. Wenn ich Klienten vor und während des Tätowierens coache, haben sie weniger oder keine Schmerzen. Und dennoch erleben sie das Tätowieren bewusst, vielleicht sogar viel intensiver als andere. Denn der Schmerz bekommt eine positive Wendung. Es bleibt das Glücksgefühl, etwas zu bekommen, was man sich wünscht, verbunden mit einer positiven Lern- und Lebenserfahrung.

Und die Moral von der Geschicht‘: Es lohnt sich immer, nach Lösungen zu suchen, auch und gerade nach solchen, die nicht unmittelbar im Blickfeld liegen. Denn auf den ersten Blick haben ja Tattoos und Coachings auch nichts miteinander zu tun. Nicht nur bei Tattoos, auch sonst im Leben, lohnt sich zur Blick zur Seite, der Blick nach innen oder der unvoreingenommene Blick nach aussen. Mit Hilfe eine Coaches oder Mentors lassen sich neue Wege finden, die Menschen den eigenen Zielen näher bringen, ohne dabei jeden Schmerz ertragen zu müssen.

Wichtig ist das eigene Bewusstsein. Es kann mal sinnvoll sein, Dinge einfach zu ertragen, sie intensiv zu durchleben und sich so bewusst zu machen, dass das Leben eben auch Härten hat, die es zu meistern gilt. Davor habe ich tiefsten Respekt. Allerdings sind Schmerzen auch kein Selbstzweck. Und wer sie nicht ertragen möchte, findet Lösungen. Man muss sie nur suchen.

Jeder mag selbst entscheiden, was und wie viel er ertragen möchte in einer bestimmten Situation. Ein Leben ganz ohne Nachteile und Schmerzen wird es nicht geben. Jede Entscheidung hat ihren Preis. Aber er lässt sich in vielen Fällen mindern. Das ist die wichtigste und vornehmste Aufgabe eines Coaches. Er mindert den Preis, den jemand zu zahlen hat, wenn er ein Ziel verfehlt oder wenn er eine bestimmte (lebenswichtige und lebenslange) Entscheidung trifft.

Steigere deine Willenskraft

Setze dich durch

An Ideen fehlt es dir nie? Nur an der Ausführung scheitert es manchmal? Kein Problem, das geht vielen Menschen immer wieder mal so. Damit es in Zukunft mit deiner Willenskraft aufwärtsgeht, du Verführungen eher widerstehen kannst und es schaffst, deine Projekte bis zum Ende durchzuziehen, geben wir dir hier eine Liste an erprobten Möglichkeiten.

Balle deine Fäuste

Es klingt zu Beginn vielleicht erst einmal seltsam, aber so einfache Dinge wie die Fäuste zu ballen, können im Alltag viel Gutes bewirken. Wie die US-amerikanische Public Library of Science im Jahr 20131) veröffentlichte, haben Forscher herausgefunden, dass das Ballen der rechten Hand während des Lernens und danach beim abrufen des Gelernten das Ballen anderen Hand, zu einer signifikant höheren Gedächtnisleistung führt. Man vermutet, so die These, dass wenn wir eine Faust ballen im Frontallappen der gegenüberliegenden Gehirnhälfte die neuronale Aktivität erhöht wird.

Doch die Fäuste zu ballen, bringt dir weit mehr: Ballst du sie zum Beispiel, wenn du dich einer Situation stellst, die deine Willenskraft erfordert, kann das dir helfen standhafter zu bleiben. Die Selbstkontrolle, die du für diese Anspannung benötigst, reflektiert auf die Situation, mit der du dich gerade konfrontiert siehst. Es würde dir zum Beispiel leichter fallen einer Ablenkung zu widerstehen. Ähnliche Strategien üben viele erfolgreiche Menschen aus.

Lächele

In einer wissenschaftlichen Studie2) aus dem Jahr 2005 haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Lächeln und andere Tätigkeiten welche die Laune verbessern auch die Willenskraft stärken. Dazu haben sie Probanden der Studien einer Versuchung widerstehen lassen, um dann im Anschluss nur einen Teil der Gruppe stimmungsaufhellenden Situationen auszusetzen. Jene mit besserer Laune schnitten bei den Folgetests deutlich besser ab als jene Teilnehmer, die schlechtere Laune hatten. Wenn du also weisst, dass du stark sein musst, lächle und mach dir gute Laune!

Meditiere

Meditation hat viele Vorteile. Unter anderem reduziert sie Angst & Stress, verbessert die Konzentration und Emotionen, lässt graue Gehirnmasse wachsen und hilft wachsam zu sein. Doch sie kann dir sogar dabei helfen, deine Willenskraft zu stärken.

Nach einer Studie von Malte Friese et alteres3) helfen Achtsamkeitsmeditationen signifikant dabei die Willenskraft dauerhaft zu stärken. Wenn du auch von den vielen Vorteilen der Meditation profitieren möchtest, gehört sie in dein Tagesprogramm. Zum Beispiel 10 Minuten: Sitze bewegungslos und beobachte deinen Atem. Unseren Coaching Klienten bringen wir verschiedene Formen der Meditation bei – und die meisten möchten diese nicht mehr missen.

 

Quellen:

  1. http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0062474
  2. http://www.albany.edu/~muraven/publications/promotion%20files/articles/tice%20et%20al,%202007.pdf
  3. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1053810012000104

Krisen Selfmanagement

Wie wir durch Krisen wachsen können

ständig fokussiert durchs Leben zu gehen ist Beileibe nicht einfach. Zumal unser Gehirn uns laufend mit neuen Informationen füttert, die wir verarbeiten sollen. Das kann kräftezehrend und anstrengend sein. Das liegt aber nicht nur an der zunehmenden Komplexität, dem steigendem Tempo oder den vielen Erwartungen an uns. Viel mehr liegt es an den eigenen Gedanken, Erwartungen und Bewertungen. Wenn wir unserem Gehirn dabei immer wieder neue Impulse der Aufmerksamkeit für einen besseren Umgang geben, läuft es im (Arbeits-) Alltag spürbar einfacher.

Krisen sind ein Naturgesetz

Das Leben verläuft nicht wie eine Gerade, sondern wie eine Achterbahn – auf und ab. Das ist ein Naturgesetz und lässt sich nicht ändern. Es ist vielmehr so, dass wenn es immer aufwärts ginge, wir uns daran gewöhnen würden und uns nicht mehr darüber erfreuen könnten. Wir brauchen also Krisen um das zu schätzen was wir haben. Sie machen das Leben lebenswert.
Wenn wir aus den Krisen lernen, wachsen wir an Erfahrungen und Erkenntnissen. Auch wenn es uns ärgert.

Wie wir aus Krisen, Konflikten und  Problemen lernen können

Manchmal machen wir einen harten Schnitt und versuchen Konflikten mit einer neuer Arbeitsstelle, neuem Trainer oder neuem Partner aus dem Weg zu gehen. Das geht nicht lange gut, da die gleichen Konflikte und Probleme bald wieder auftauchen. Der Grund dafür: Der Ursprung der meisten Schwierigkeiten liegt in unserem Kopf, und wir können daher nicht vor ihnen weglaufen. Wir können jedoch den Ursprung suchen, warum wir immer wieder vor den gleichen Problemen stehen, und daran arbeiten. Das ist vermutlich eines der grössten Abenteuer unseres Lebens.

Den ersten Schritt machen wir in dem wir den Fokus unserer Aufmerksamkeit verändern und die Konflikte, Anstrengungen und Probleme als Chance für persönliche Entwicklung betrachten. Warum finde ich mich immer wieder in der gleichen Situation wieder? Muss ich es wirklich perfekt machen, oder versuche ich eine schwache Seite an mir zu verstecken? Wann hab ich gelernt mich so zu verhalten? Und wofür habe ich das gelernt? Bin ich mit den Auswirkungen meines Verhaltens zufrieden oder will ich etwas anderes? Wie müsste ich mich verhalten, dass es die gewünschte Wirkung hat?

Damit wir wachsen können, müssen wir die Ursache der Krisen, Konflikte und Probleme an den Wurzeln packen und wissen, wohin wir wachsen wollen. Wir arbeiten an den limitierenden Glaubenssätzen und Ängsten, und schaffen so die Voraussetzungen dafür, dass sich Probleme und Konflikte nicht mehr wiederholen. Oder das sich zumindest eine neue Wahlmöglichkeit persönlichen Verhaltens etablieren kann.

Psychologische Gesetze

Damit wir weiter wachsen können wäre es gut, die Friedensstörer unseres Lebens willkommen heissen. Und wer kennt sie nicht, jene, die einen zur Weissglut bringen, den Blutdruck steigen lassen und einem immer wieder ungefragt Fehler aufzeigen. Durch sie können wir viel über uns erfahren. Sei es Partner, Kunden, Familienmitglieder oder Freunde. Denn sie zeigen uns zwei Dinge an uns auf:

  1. Eigenschaften, die wir an uns ablehnen, verbergen oder verleugnen, oder
  2. Eigenschaften, die wir gerne hätten.

In der Psychologie wird dies mit Resonanzgesetzen erklärt. Mit anderen Worten: jemand kann etwas in uns in Schwingung bringen, wenn es vorhanden ist. Wir können durch sie zwei Sachen über uns lernen: Einerseits Eigenschaften die wir nicht haben und auf die es sich lohnen würde darauf hinzuarbeiten, und andererseits Eigenschaften die wir haben, an denen wir arbeiten könnten.
Für diese Friedensstörer hat jemand den Begriff «Arsch-Engel’s» in die Welt: Zum einen ist ein solcher Mensch, der ständig Knöpfe drückt und einen zur Weissglut bringt ein Arsch, gleichzeitig auch ein Engel: Weil die Aufmerksamkeit auf die Eigenschaften und Mängel fokussiert, mit denen man wachsen kann, wenn man sich mit ihnen auseinander setze.

 

Streitkultur

Mit diesen 6 Tipps endet es versöhnlich

Frisch verliebt? Herzlichen Glückwunsch, das ist sehr schön. Aber wenn die ersten Schmetterlinge weiter gezogen sind, kann es auch einmal zu einem Streit kommen. Damit der versöhnlich enden kann, geben wir dir hier 6 Tipps.

1. Schlafe darüber

Schlafmangel ist ein schlechter Ratgeber, vor allem, wenn du gerade im Streit bist. Da sind sich Forscher einig. Schlafe eine Nacht darüber, wenn du eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen hast. Auch ein Streit profitiert davon, wenn ihr beide beschliesst, lieber mit kühlem und vor allem ausgeschlafenem Kopf über eine Sache zu reden.

2. Behalte dein Ziel im Auge

Bevor du dich zum Reden hinsetzt, so rät der Psychotherapeut Jonathan Alpert, frage die zunächst: „Was möchte ich hiermit erreichen? Strebe ich die Lösung eines Problems an oder möchte ich meinen Partner verletzen?“

Versuche von Anfang an eine positive Lösung zu finden, dann wird es viel wahrscheinlicher, dass du zuhörst und rücksichtsvoll bleibst. Menschen, die ihre aggressiven Gefühle in sich aufstauen, laufen Gefahr gesundheitliche Probleme, wie zum Beispiel Bluthochdruck oder andere psychosomatische Beschwerden zu entwickeln.

3. Mache eine Pause

Neigst du dazu immer sofort eine Antwort zu geben, auch wenn du dann so manches ausgesprochenes Wort dann nicht mehr zurücknehmen kannst? Gewöhne es dir an, eine Pause einzulegen, bevor du antwortest. Dies ist übrigens auch eine wunderbare Gelegenheit deinem Partner/deiner Partnerin genauer zuzuhören. Wenn du es dadurch schaffst genauer herauszufinden um was es eigentlich geht, kannst du Probleme leichter und fairer lösen.

Experten in Sachen Streitfragen raten sogar dazu, mindestens 10 Minuten verstreichen und dabei das Gesagte immer wieder Revue passieren zu lassen, bevor man in einem Streit eine Antwort gibt. So kühlen sich nicht nur erhitzte Gemüter ab, es fällt auch leichter, objektiv und emotionslos zu reagieren, so berichtet der US-amerikanische Psychologe und frühere Professor der UCLA Gerald Goodman.

4. Bleib beim Thema

Halte deine Auseinandersetzung kurz und bleibe beim Thema. Die Psychotherapeutin Tina Tessina rät weiterhin „Lasse die Vergangenheit ruhen. Wärme nicht alte Geschichten auf, auch wenn sie vielleicht einen Bezug zum aktuellen Streit haben könnten. Löse besser jedes Thema einzeln.“ Weiter empfiehlt die amerikanische Psychotherapeutin, man solle seine Ausführungen auf höchstens drei Sätze ausweiten, so entsteht nicht der Eindruck, dass du die Unterhaltung dominieren möchtest. Deine PartnerIn wird dadurch eher dazu bereit sein, das aufzunehmen, was du gesagt hast.

5. Sei dir klar darüber, was dich bedrückt

Vermeide die Gewohnheiten oder Werte des Partners zu kritisieren. Sprich statt dessen davon was dich bedrückt und was du gerne hätten, dass anders wäre. Um dies zu erreichen macht es Sinn zum Beispiel zu sagen „Es würde mir sehr viel bedeuten, wenn du damit aufhören könntest, dein Handy zu benutzen, wenn wir essen“ anstatt: „Ich glaube du bist süchtig nach Facebook.“

Tessina empfiehlt, dass wir auch Floskeln wie „immer“, „nie“ und so weiter vermeiden, denn mit solchen Verallgemeinerungen provozieren wir nicht nur den Partner, in der Regel sind sie auch unwahr.

6. Bleib ruhig

Wenn du aufgeregt bist kann es leicht einmal passieren, dass du dich nicht einmal mehr daran erinnerst, weshalb der Streit überhaupt angefangen hat. Nimm dir jetzt lieber eine Auszeit! So hat der US-amerikanische Psychotherapeut Jonathan Alpert herausgefunden, dass es praktisch unmöglich ist logisch zu denken, wenn die Gemüter erhitzt sind. Doch viel schwieriger wird es mit Mitgefühl oder dem Hineinversetzen in den Anderen.

Er rät daher, dass Streithähne ihre Diskussion lieber erst dann fortsetzen wenn sie wieder besonnen sind. Wenn du dazu nicht dazu in der Lage bist deine Stimme ruhig zu halten, dann bist auch gerade nicht dazu in der Lage das (Streit-) Gespräch zu führen.

 

Mental stark

13 Dinge die mental starke Menschen NICHT tun

Mentale Stärke zeigt sich nicht in dem, was du tust. Vielmehr ist sie daran zu erkennen, was du NICHT tust. Wie verhindern nun mental starke Menschen negative Emotionen wie sich selbst zu bedauern oder der Vergangenheit nachzutrauern? Die Psychologin, Dozentin und Psychotherapeutin Amy Morin geht dem Thema in ihrem Buch mit praktischen Strategien nach und unterlegt diese mit aktuellen psychologischen Forschungen.

 

Ihr Buch ist ein Lernprozess und die Autorin ist davon überzeugt, dass es jeder mentale Stärke entwickeln kann. Die folgenden 13 Punkte helfen dir dabei, die täglichen Herausforderungen (noch) besser zu meistern:

1. Sie verschwenden keine Zeit für Selbstmitleid

Stattdessen empfinden mental starke Menschen viel Dankbarkeit für alles Positive, das sie erleben und erreichen. Amy Morin ist davon überzeugt, dass es selbstzerstörerisch ist, sich selbst zu bemitleiden. „Wenn man sich selbst bemitleidet, kann man nicht sein Bestes geben“, sagt sie. „Stelle das Gute heraus und du wirst sehr schnell zu schätzen wissen, was du besitzt.“ Für deine mentale Stärke ist es also äußerst hilfreich, Selbstmitleid durch Dankbarkeit zu ersetzen.

2. Sie behalten die Macht über das eigene Leben

Als Beispiel dafür nennt die Autorin die amerikanische Talkshow-Moderatorin und Unternehmerin Oprah Winfrey. Diese wuchs in Armut und mit sexuellem Missbrauch auf und entschied sich, ihr Leben selbst zu bestimmen und sich dabei von niemandem die Zügel aus der Hand nehmen zu lassen.  Wenn du das auch schaffen willst, ist es wichtig, dass du den Überblick über deine Ziele behältst und stets in ihre Richtung weiterarbeitest, ohne dich von anderen davon abbringen zu lassen. Am weitesten kommst du dabei, wenn du für dich selbst einstehst und dabei – wenn nötig – Grenzen ziehst.

3. Sie scheuen keine Veränderungen

Im Gegenteil: Mental starke Menschen gehen Veränderung strategisch an. Amy Morin schreibt von fünf Stufen der Veränderung: Vorbetrachtung, Betrachtung, Vorbereitung, Handlung, Nachbearbeiten. Es ist entscheidend, alle fünf Schritte zu gehen. Zwar können Veränderungen erschreckend und anstrengend sein. „Je länger du wartest, desto schwieriger wird es“, sagt sie. Und wenn du dich vor Neuerungen scheust, dann verhinderst du möglicherweise Wachstum und Entwicklung.

4. Sich konzentrieren sich nicht auf Dinge, die sie nicht kontrollieren können

Viel besser ist es, sich auf das zu fokussieren, worauf man Einfluss hat. Zwar fühlt es sich sicher an, wenn du alles unter Kontrolle hast. Aber es kann problematisch werden zu denken, dass du alles kontrollieren kannst. Die Autorin glaubt, dass dieser Drang, alles unter Kontrolle haben zu wollen, vermutlich aus Angst resultiert. Wenn du aber deinen Fokus weg von den Dingen nimmst, die du sowieso nicht beeinflussen kannst, wird dein Leben wesentlich stressfreier und erfolgreicher verlaufen. Deine Beziehungen werden sich verbessern und dir werden sich neue Möglichkeiten eröffnen.

5. Sie machen sich keine Gedanken es allen recht zu machen

Viele von uns machen sich Gedanken darüber, was wohl andere Menschen von uns denken. Um anderen zu gefallen, fällt es ihnen oft schwer, „nein“ zu sagen. Doch das ist das Gegenteil von mentaler Stärke. Die Autorin zählt vier Fakten auf über Menschen, die es ständig allen recht machen wollen:

  1. Es ist eine Zeitverschwendung.
  2. Ja-Sager sind leicht zu manipulieren.
  3. Es ist in Ordnung, dass andere wütend oder enttäuscht sind.
  4. Man kann nicht alle zufriedenstellen.

Die Einstellung es allen Recht machen zu wollen abzulegen, macht dich mental stärker und selbstsicherer.

6. Sie haben keine Angst vor kalkulierten Risiken

Es ist wichtig zu wissen, was auf dich zukommt. Viele Menschen fürchten sich vor Risiken – ob das nun auf finanziellem, körperlichem, emotionalem, sozialem oder unternehmensbezogenem Gebiet ist, sagt Amy Morin. Mangelndes Wissen macht Angst. Doch mit dem richtigen Wissen ist das Risiko kalkulierbar. Du kannst dir dazu einige Fragen stellen, um das Ganze zu analysieren:

  • Was sind die möglichen Konsequenzen?
  • Was sind meine potenziellen Vorteile?
  • Wird mir das dabei helfen, mein Ziel zu erreichen?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Was ist das Beste, was mir passieren kann?
  • Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Wie könnte ich das Risiko noch mehr reduzieren, um das zu verhindern?
  • Wie tragisch wäre es, wenn das Allerschlimmste eintritt?
  • Wie beeinflusst diese Entscheidung mein Leben in 5 Jahren?

7. Sie leben nicht in der Vergangenheit

Mental starke Menschen reflektieren ihre früheren Erlebnisse und lernen daraus. Wenn du dies auch tust, bringt dich das enorm weiter. Konzentrierst du dich aber auf Vergangenes, kann das selbstzerstörerisch und blockierend sein und verhindern, dass du die Gegenwart geniessen und deine Zukunft planen kannst. Morin glaubt, dass das Leben in der Vergangenheit sogar zu Depressionen führen kann.

Hilfreich ist es sicherlich, deine Lehren zu ziehen aus deinem früheren Verhalten und deinen Emotionen und wie dies die Geschehnisse beeinflusst hat. Sie aus einer neuen Perspektive zu betrachten, kann hilfreich sein.

8. Sie machen nicht immer und immer wieder die gleichen Fehler

Das eigene Verhalten reflektieren stellt sicher, dass du deine Fehler nicht wiederholst. Nur, wenn du untersuchst, was schief gelaufen ist, kannst du den Fehler in der Zukunft vermeiden. Dazu gehört natürlich auch, dir zu überlegen, wie du es künftig besser machen kannst. Mental starke Menschen übernehmen die Verantwortung für Fehler und erstellen gleichzeitig einen Plan, wie sie den Fehler in Zukunft verhindern.

9. Sie beneiden andere nicht um ihren Erfolg

Wer sich auf den Erfolg anderer konzentriert, verliert den eigenen aus den Augen. Neid lenkt vom Ziel ab und verursacht Missgunst. Selbst bei eigenen Erfolgen stellt sich dann keine Zufriedenheit ein. Es kann sogar passieren, dass die eigenen Werte und Potentiale übersehen werden. Schätze deine Stärken und Talente und setze sie für deinen Erfolg ein.

10. Sie geben nach scheitern nicht auf

Wenn sich nicht sofort ein Erfolg einstellt und Hindernisse überwunden werden müssen, hält das viele auf und sie glauben, dass sie es nicht schaffen können. Dass ein Kämpfen und hartnäckiges Glauben an die eigenen Ziele hilfreich sein kann, zeigt der als Dr. Seuss bekannt gewordene Kinderbuchautor. Amy Morin schreibt, dass dessen erstes Buch von mehr als 20 Verlagen abgelehnt wurde. Später hat Dr. Seuss über 40 Bücher verfasst und zählt zu den meistgelesenen englischsprachigen Kinderbuchautoren. Das bedeutet für dich: Wenn du von etwas überzeugt bist, dann bleib dran und lass dich nicht von Hindernissen aufhalten.

11. Sie fürchten sich nicht vor dem Alleinsein

Vielmehr schaffen sich mental starke Menschen Zeit für Einsamkeit. Die Autorin ist überzeugt davon, dass allein zu sein, mit eigenen Gedanken ein starkes Erlebnis ist und viel dazu beiträgt, die eigenen Ziele zu erreichen. Um mentale Stärke aufzubauen, ist es gut für dich, raus aus dem täglichen Lebens zu kommen und dich auf deine Entwicklung zu konzentrieren. Laut Amy Morin hat Einsamkeit so einige Vorteile, wie beispielsweise

  • erhöht die Produktivität der Arbeit
  • fördert die Entfaltung der Kreativität
  • verbessert die Empathie
  • stärkt die psychische Gesundheit
  • unterstützt die Erholung und Regenerierung von Körper, Geist und Seele

Mit Einsamkeit ist also nicht gemeint, dass du als Einsiedler leben und sämtliche soziale Kontakte abbrechen sollst. Vielmehr geht es darum, dir Zeiten zum Alleinsein „freizuschaufeln“ und diese bewusst für dich zu nutzen.

12. Sie denken nicht, dass die Welt ihnen etwas schuldet

So ein Denken verbittert, macht wütend, und enttäuscht. Wir neigen dazu, die Welt für Fehler und Mängel verantwortlich zu machen. Doch die Wahrheit ist: Niemand hat einen Anspruch auf irgendetwas. Der Schlüssel ist laut Amy Morin, dass du dich auf deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche konzentrierst, Kritik annimmst, deine Schwächen kennst und bei Bedarf daran arbeitest und vor allem deine Stärken nutzt. Gib mehr als du nimmst, sei ein Teamplayer und bleibe auch bei Erfolg demütig und dankbar.

13. Sie erwarten nicht sofort Ergebnisse

Mental starke Menschen machen kleine Schritte zum Ziel oder setzen sich Teilziele. „Die Bereitschaft, realistische Erwartungen zu entwickeln und ein Verständnis, dass der Erfolg nicht über Nacht geschieht sind notwendig, wenn Sie Ihr volles Potenzial erreichen wollen“, schreibt die Autorin. Menschen mit wenig mentaler Stärke sind oft ungeduldig und überschätzen ihre Fähigkeiten. Gleichzeitig wird unterschätzt, dass manche Entwicklungen ihre Zeit dauern. Mit Geduld und Ausdauer kommst du besser zum Ziel. Mach dir bewusst, dass es auf dem Weg auch Rückschläge geben kann – aber lass dich davon nicht beirren. Wichtig ist, dass du stets den Blick auf das gewünschte Endergebnis hältst und dabei immer die „kleinen Erfolge“ feierst.

Innere Stimmen

Unsere trügerischen Ratgeber

 

Der Zeitgeist wandelt sich

Wie Mantras der mitteleuropäischen Kultur beteten unsere Vorbilder und Erziehungsberechtigten sie tagtäglich vor, bis sie zu inneren Stimmen wurden. Sprichwörter wie „Das Glück ist mit den Tüchtigen“, „Der frühe Vogel fängt im Flug“ und „Ohne Fleiss kein Preis“ waren es, an denen wir uns orientieren sollten, um erfolgreich durchs Leben zu kommen. Der aktuelle Zeitgeist sieht das anders: „Tue, was dir deine innere Stimme rät“ oder „Triff deine Entscheidungen aus dem Bauch heraus“ sind heutige Motivationsphrasen.

Was stimmt nicht mit der inneren Stimme?

Wenn auch viele moderne Menschen von sich behaupten, genau dieses zu tun, so sehen wir bei Mindgroup doch immer wieder Klienten, die über diese Entscheidungen nicht gerade glücklich zu sein scheinen. Sie stellen sich bei uns vor, weil sie verzweifelt sind, in emotionalen Krisen stecken, finanzielle Probleme entwickelt haben oder es sonst wie in ihrem Leben hakt und klemmt. Da stellt sich doch sehr schnell die Frage: „Was stimmt nicht mit dieser inneren Stimme?“ Nicht, dass du das falsch verstehst: Die innere Stimme ist eine wichtige Einrichtung und kann sehr wohl bewirken, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen. Nur können innere Stimmen trügerische Ratgeber sein. Dafür kann es gleich mehrere Gründe geben:

Die Herzensstimme ist zart

Es ist nicht immer leicht, vor allem nicht in turbulenten Lebensphasen, die innere Stimme überhaupt wahrzunehmen. Die Stimme des Herzens ist nämlich leise, und wenn es um uns herum drüber und drunter hergeht, können wir sie schnell einmal überhören. Sowohl konkurrierende Stimmen von aussen, als auch andere innere Stimmen können so ein zartes Herzensstimmchen schnell mundtot schreien. Bist du ehrgeizig, kann die dazugehörige Stimme nach den Massnahmen rufen, die zur Erreichung deiner Ziele notwendig sind, unabhängig von deiner Herzensstimme.

Die innere Stimme ändert sich

Unsere innere Stimme lässt sich beeinflussen. Dies bemerkst du immer dann am deutlichsten, wenn starke Emotionen am Start sind. Sollst du heute zum Beispiel deinen ersten Vortrag zu einem neuen Projekt halten, tust du gut daran, nicht auf deine innere Stimme zu hören, die dir vielleicht raten wird, das Meeting abzusagen und stattdessen lieber die Flucht zu ergreifen. Auch das Betreten eines Luxus-Einkaufgeschäfts kann Emotionen lostreten, die unsere innere Stimme zu einem tückischen Ratgeber werden lassen kann – manchmal bis hin zum finanziellen Ruin, wie einer meiner Klienten erzählte.

Fehlinterpretierte Stimmen

Im Laufe unseres Lebens unterliegen wir dem Einfluss sehr vieler Menschen. Viele Menschen meinen es gut, jedoch nicht alle in unserem Sinne. Dazu kommt, dass deren Erfahrungen nicht auch für uns vorteilhaft sein müssen. Trotzdem unterliegen wir, manchmal sogar ein Leben lang, ihren Einflüssen. Egal, ob wir ihre Glaubenssätze übernommen haben, oder dass wir deren ratende und mahnende Stimme vernehmen und annehmen, es sei unsere Herzensstimme. Solche Fehlinterpretationen können uns ganz schön den Fokus verlieren lassen.

Raus aus dem Dilemma

Ein Weg, heraus aus dem Dilemma kann es sein, wichtige Entscheidungen nicht spontan zu treffen. Lass dir Zeit und vernimm alle Stimmen in deinem Inneren, die sich zu dem betreffenden Thema melden. Versuche nicht, diese zu beeinflussen, sondern sei Beobachter. Beurteile die einzelnen Argumente nach den Kompetenzen, die die inneren Stimmen haben. Spricht die Vernunft aus dir heraus, wenn es um Fragen finanzieller oder beruflicher Art geht, hat diese eine höhere Kompetenz, als es vielleicht die emotionalere Stimme hat. Gut abgewogen, werden deine Entscheidungen so in Zukunft fruchtbarer sein.

Wie reagierst du auf deine inneren Stimmen?

Ziele erreichen

Wie du deine Träume verwirklichen kannst

Ziele und Träume im Leben zu haben, ist essentiell. Nicht zuletzt hängt es davon ab, was aus dir wird, oder eben nicht. Die gute Nachricht: Ziele erreichen ist leicht – mit ein wenig Methodik. Die Kombination aus Definition, strategischer Planung und Selbstorganisation entspricht aktueller akademischer Literatur und deckt sich mit den meisten geläufigen Vorgehensweisen.

In 5 Schritten deinem Ziel näher

1. Raus aus dem Kopf

Der erste und wichtigste Schritt für’s Ziele erreichen ist, die Dinge aus deinem Kopf auf Papier zu bringen. Es kann auch dein iPad oder Notebook, Google Doc oder Excel Sheet sein – solange es gut zugänglich ist und bleibt. Dinge, die dir im Kopf herumschwirren, verursachen Stress. Sobald sie aus dem Kopf sind, lässt der Stress nach.

2. Plane

Der zweite Schritt beantwortet 3 Fragen und hat 3 Taten.

Fragen

  1. Frage: Was willst du wirklich?
    Formuliere deine gewünschten Ergebnisse klar und mache sie messbar. Triff deine ersten Entscheidungen.
  2. Frage: Warum willst du die Ziele erreichen?
    Werde dir klar über dein grosses Warum. Ziele ohne Emotionen erschöpfen auf die Dauer. Deine Sprache und Worte, die du hier einsetzt, formen deine Emotionen. Sei emotional!
  3. Frage: Was ist dein Handlungsplan?
    Notiere jeden einzelnen Handlungsschritt, der dich deinem Ziel näher bringt – dadurch entsteht dein Plan. Wenn du keinen Handlungsplan hast, ist alles, was du tust, eine Handlung auf Grund von Stress oder eine Reaktion. Du willst aber in die Handlung kommen, in die Aktion.

Taten

  1. Tat: Setze Prioritäten
    Konzentriere dich erst auf die 20% Handlungsschritte, die dich in kürzester Zeit am weitesten bringen. Das Modell dahinter wird Paretoprinzip genannt. Villfredo Pareto beschrieb damit, dass 80% der Ergebnisse in 20% der Zeit erreicht werden, und die restlichen 20% der Ergebnisse weitere 80% der Zeit benötigen. Das Modell kannst du übrigens auf viele Bereiche des Lebens und der Geschäftswelt anwenden.
  2. Tat: Schätze die Zeit
    Schätze wie viel Zeit du für jeden Handlungsschritt brauchst.
  3. Tat: Suche Unterstützung
    Wer kann dir beim Ziele erreichen zum Durchbruch verhelfen und gleichzeitig selbst damit unterstützt werden? Suche 2-3 Personen, die dich bei deinem Vorhaben unterstützen können.

3. Verpflichte dich dir selber

Jetzt, wo die Ergebnisse definiert sind, verpflichte dich den priorisierten Punkten und plane sie in deiner Agenda ein. Du wirst dir selber gegenüber verbindlich. Mach den Plan gut sichtbar, indem du ihn aufhängst und jeden Tag automatisch betrachten wirst.

4. Verwirkliche deinen Traum

Bleib am Ball und folge deinem Plan und den Handlungsschritten, die du in Punkt 3 definiert hast.

5. Feiere

Jeder deiner erfüllten Handlungsschritte ist ein Erfolg auf dem Weg, deine Träume und Ziele zu verwirklichen – feiere und belohne dich !! Erreichte Ziele feiern motiviert dich, mehr zu erreichen. Wenn du deine Erfolge nicht feierst und dich nicht belohnst, wird es dein Gehirn nicht registrieren.

Selbstverständlich kann mit diesem Modell nicht alles im Leben verändert oder jeder Traum verwirklicht werden. Das wäre eine Verallgemeinerung, die so manchem Vorhaben nicht gerecht werden würde. Das sollte dich jetzt nicht davon abhalten den notwendigen Fokus zu finden, um zu starten und um ins Tun zu kommen. Probier’s aus. Wenn du Unterstützung brauchst, weisst du wo du uns findest.

 

Welche Träume wirst du verwirklichen?

 

Burnout Prävention – Die 7 Stufen eines Burnouts

Wenn Menschen merken, dass sie sich in einem Burnout befinden, ist es oft schon zu spät. Dies beruht auf dem Irrglauben, eine Belastung sei abseh- und überwindbar. Neben den Betroffenen selbst, sind es nicht selten Bekannte und Familienangehörige, die darunter leiden. Bei Mindgroup hat Burnout Prävention deshalb einen hohen Stellenwert.

Der Psychologe Matthias Burisch unterteilt ein Burnout in einen siebenstufigen Prozess einer inneren Erschöpfung. In seinem Buch «Das Burnout Syndrom» beschreibt er die sieben Phasen:

  1. Warnsymptome der Anfangsphase:
    Übergroßes Engagement,  Verleugnung der eigenen Bedürfnisse, Hyperaktivität, Müdigkeit, Mangel an Energie, Nicht-Abschalten-Können, Unausgeschlafenheit sowie das Gefühl, nie Zeit zu haben
  2. Emotionale Reaktionen / Schuldzuweisung:
    Depression – Selbstmitleid, unbestimmte Angst, verringerte emotionale Belastbarkeit, Gefühl der Abstumpfung.
    Aggression – Schuldzuweisung, Vorwürfe, Negativismus, Ruhelosigkeit, Misstrauen.
  3. Abbau:
    Geistige Leistungsfähigkeit – Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Ungenauigkeit, Desorganisation.
    Motivation – Verringerte Initiative, Dienst nach Vorschrift.
    Kreativität – Verringerte Phantasie, Inflexibilität.
    Wahrnehmung – Undifferenzierte Wahrnehmung, Schwarz-Weiß-Denken.
  4. Verflachung:
    Emotionales Leben – Gleichgültigkeit, Verflachung gefühlsmässiger Reaktionen.
    Soziales Leben – Meiden von Kontakten, Einsamkeit.
    Geistiges Leben – Desinteresse, Langeweile, Aufgabe von Hobbies.
  5. Psychosomatische Reaktionen:
    Schwächung des Immunsystems, Schlafstörungen, sexuelle Probleme, Herzklopfen, Atembeschwerden, erhöhter Blutdruck,  Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, nervöse Ticks, Verdauungsstörungen, Magen-Darm-Geschwüre, veränderte Essgewohnheiten.
  6. Verzweiflung:
    Negative Einstellung zum Leben, Hoffnungslosigkeit, Sinnlosigkeit, Selbstmordgedanken, existenzielle Verzweiflung.
  7. Reduziertes Engagement / Rückzug:
    Verlust des Einfühlungsvermögens, Verlust positiver Einstellungen, Distanz, Meiden von Kontakt, negative Einstellung zur Arbeit, Konzentration auf eigene Ansprüche, Gefühl mangelnder Anerkennung, Zunahme privater Probleme.

Wir können unsere Leistungsfähigkeit steigern und mehr aus uns herausholen. Wenn wir dabei die Erholung vergessen oder den Sinn in dem, was wir machen, können wir uns am Rande eine Burnouts wiederfinden. Es ist ein schmaler Grat zwischen Höchstleistung und emotionaler, mentaler sowie körperlicher Erschöpfung.

Es macht Sinn, sich gelegentlich zu reflektieren und mit dieser Liste als Referenz eine Selbstdiagnose durchzuführen. Dann ist man auch in der Lage, andere Menschen, die sich gerade in dieser Sackgasse befinden, besser zu verstehen.

1 Matthias Burisch: Das Burnout-Syndrom. Theorie der inneren Erschöpfung. Springer, 2006, S. 24-34
(Bild: https://pixabay.com/)

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6 Dinge die jeder vor seiner ersten Hypnose wissen muss

Warum ist es schwer schlechte Angewohnheiten zu ändern, obwohl du weisst, dass sie nicht gut für dich sind?

Du erlebst ein inneres Ringen zwischen deinem Bewussten und Unbewussten. Das Letztere wird das Ringen in der Regel für sich entscheiden, da es schätzungsweise 98% deiner mentalen Kapazität entspricht. Zudem steuert es deine Körperfunktionen und dein Lustempfinden.

Wenn du dich schwer tust, deine Angewohnheiten zu ändern, hast du diese vermutlich über eine lange Zeit eingeübt. Dein Unbewusstes wird sie daher nicht einfach auf Grund von logischen Erklärungen aufgeben.

Sagen wir, dass du in jungen Jahren aus Leichtsinn mit dem Rauchen angefangen hast und jetzt aufhören willst. Du weisst auf einer bewussten Ebene, dass rauchen krank macht und dir nicht gut tut. Dein Unbewusstes sagt dir dabei: „Damit fühle ich mich aber selbstsicher, stark und macht mir Spass.“

Damit wir solche schlechte Angewohnheiten ändern können, müssen wir wir mit dem Unbewussten kommunizieren. Wir bringen ihm bei, dass es sich auf andere Weise sich selbstsicher, stark fühlen und Spass haben kann. Es bekommt ein neues Programm.

Hypnose nutzt dazu Entspannung, Vorstellungskraft, Suggestionen und Konzentration: Ein wunderbares Werkzeug um unser Unbewusstes zu programmieren. Was ist aber Hypnose? Viele Menschen missverstehen Hypnose auf Grund von dem was sie in Showhypnosen oder im Fernsehen gesehen haben. Die grösste Arbeit vor einer Hypnose Sitzung ist daher Klienten die Angst zu nehmen und zu erklären, dass Hypnose ein natürlicher Zustand ist, den man jeden Tag automatisch erlebt.

Hast du schonmal ein Buch gelesen und die Welt um dich herum vergessen? Bist du morgens eine Zeitlang auf Autopilot bevor du auf Touren kommst? Kennst du den Dämmerzustand kurz bevor du einschläfst? Wenn du die Fragen mit Ja beantworten kannst, warst du schon mal hypnotisiert.

Für Coaching wird der Hypnose Zustand gezielt erreicht. Damit können Klienten ihre persönlichen Ziele wie Selbstsicherheit, Konzentration, Angewohnheiten ändern, Ängste & Blockaden lösen, Stress & Burnout Prävention, etc einfacher erreichen. Hypnose ist ein sehr effektives Werkzeug um das Unbewusste auf  auf einer tieferen Ebene zu programmieren.

Folgend die 6 wichtigsten Dinge die du wissen musst, bevor du Hypnose für dich nutzen wirst:

1. Jeder kann hypnotisiert werden

Du kannst nur hypnotisiert werden, wenn du es willst. Es ist keine besondere Fähigkeit, sondern ein gemeinsamer Prozess zwischen dir und deinem Coach. Wenn es nicht funktioniert liegt es meistens an fehlendem Rapport zwischen Klienten und dem Coach, oder mangels Erfahrung.

Überprüfe vor deiner ersten Sitzung den Hintergrund und die Ausbildungen deines Coaches. Und arbeite nur mit ihr/ihm weiter, wenn du ein gutes Bauchgefühl hast und dich wohl fühlst. Thematisiere Unstimmigkeiten und schau wie sie/er darauf reagiert.

2. Hypnose Coaching ist anders als eine TV Unterhaltung

Im Fernsehen sind immer wieder mal Showhypnose zu sehen. In denen siehst du Personen eigenartige Dingen tun, wie Zitronen essen oder wie ein Hund bellen – dies dient dem Spektakel. Hypnose Coaching ist keine Show, sondern ein therapeutisches Setting. Du hast immer die Kontrolle, und wirst niemals Zitronen essen oder wie ein Hund bellen…

3. Hypnose hat nichts mit schlafen zu tun

Menschen die in Hypnose sind, sehen für Aussenstehende aus als seien sie am schlafen. Sie bewegen sich kaum und sind fast regungslos. Der Anschein trügt. Hypnotisierte sind in einem höchst fokussiertem Zustand, indem für sie die äussere Welt zwar Wahrnehmen, der aber kaum Beachtung schenken. Der Körper ist entspannt, und der Geist höchst wachsam.

Nach einer Hypnose kannst du dich in der Regel an alles Gesagte erinnern. Es ist die Aufgabe deines Coaches, dass du während der Sitzung nicht ganz abdriftest und einschläfst.

4. Hypnose ersetzt keinen Arztbesuch

Hypnose ersetzt bei Krankheiten keinen Arztbesuch, auch wenn man oft von wundersamen Heilungen durch Hypnose hört. Hypnose Coaches ohne medizinische Ausbildung dürfen zu deinem Schutz keine Krankheiten diagnostizieren oder heilen, auch von keinen Arztbesuch abraten. Ausser dein Hypnotiseur ist ein approbierter Psychotherapeut oder Arzt.

Wenn du Hypnose für dich testen willst, rede mit dem Hypnose Coach deiner Wahl. Er/sie wird dich fachlich in deinem Thema beraten, und im Zweifelsfall dich an einen Arzt verweisen.

5. Hypnose ist kein Wundermittel

Die gute Nachricht ist, dass Hypnose sicher ist, von jedem erlernt werden kann und positive Effekte auf Körper, Geist und Seele hat. Alleine oder in Kombination mit anderen Therapiemethoden, kann sie helfen schneller zu gesunden oder persönliche Ziele zu erreichen. Aber in den meisten Fällen geschieht das nicht über Nacht.

Auch mit dieser Methode braucht es Geduld. Viele Verhaltensweisen hast du dir über Jahre angeeignet, dann kann es schon ein paar Sitzungen dauern, bis sich die ersten Erfolge zeigen.

6. Bei Hypnose hast du die Kontrolle

Ob du hypnotisiert wirst oder nicht liegt letztendlich bei dir. Ein guter Hypnose Coach wird sein Fachwissen nutzen um dir bei deinen Zielen oder Beschwerden zu helfen, und Hypnose zielgerichtet einsetzen. Wenn dir aber Vertrauen zum Coach fehlt, du Angst hast oder nicht willst, dann geht es nicht.

Ebenso hast du in Hypnose die Kontrolle worauf du dich fokussierst und ob du den fachlichen Anweisungen folgst. So kannst du ein Werkzeug kennen lernen, dass dich dabei unterstützt das Beste zu geben und glücklich zu sein.

 

(Bild: https://pixabay.com/)

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