Spielerisch zur sportlichen Höchstleistung

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Ready, set, go! Der Startschuss ertönt. Jetzt gilt es, die Leistung abzurufen, die über die letzten Wochen und Monate so hart antrainiert wurde. All die Strapazen, all der Verzicht und die hohe Disziplin sollen sich nun auszahlen – doch plötzlich ist alles anders … ein starker Druck im Brustbereich, die Beine werden schwer und der Kopf ist blockiert. Ein gefürchtetes Szenario für jede Sportlerin und jeden Sportler.

Alles eine Frage des Statemanagements

Nahezu jeder Sportler kennt diese Berg- und Talfahrt. Den Moment, wenn die Leistung, die im Training regelmässig abgerufen werden konnte, im Sport sprichwörtlich auf der Strecke bleibt. Im alles entscheidenden Wettkampf bricht die Leistungskurve ein, entscheidende hundertstel Sekunden fehlen und «das Wettkampfgefühl» ist einfach weg.

Was danach folgt, sind quälende Fragen: Woran lag es? Was habe ich falsch gemacht? Hängt es damit zusammen, dass ich in den letzten Nächten kaum geschlafen habe? Habe ich nicht hart genug trainiert?

Die trainierte sportliche Leistung in Wettkämpfen abrufen zu können, ist vor allem eine Frage des Statemanagements und nicht der absoluten Leistungsfähigkeit. Denn diese haben Sie bereits unzählige Male im Training und an sekundären Wettkämpfen abrufen können. Statemanagement bedeutet, dass Sie Ihre geistige Verfassung (State) punktgenau steuern können, ohne von äusseren Einflüssen abhängig zu sein. Das heisst, dass nicht, wie zum Beispiel die Umwelt mit dem Wetter, der Laune des Trainers und der Teamkollegen dafür verantwortlich sind. Sie als Athletin oder Athlet sind in der Lage, die geistige Verfassung sicher und verlässlich selbst zu steuern.

Spass schlägt Druck
Jede Sportlerin und jeder Sportler hat in der Regel spielerisch angefangen. Wie z. B. das kleine Kind, dass mit 3 Jahren beginnt, einen Ball zu kicken und jeden Abend fröhlich lachend mit seinem Vater im Hinterhof spielt. Auch wenn der Vater meistens vermutlich gewinnt, bleibt das Kind mit strahlendem Gesicht bei der Sache. Eine Anmeldung beim Fussballverein ist dann die logische Konsequenz. Doch aus den lockeren Spielereien werden dann harte Wettkämpfe und lange Trainingseinheiten. Der Spass und die Freude weichen Druck, Anspannung und Stress vor dem Spiel. Spätestens in den oberen Ligen ist es dann häufig mit dem Spass vorbei. „Ich muss gewinnen!“ – alles dreht sich um diesen Gedanken.

Athleten, die wie einst in jungen Jahren wieder Spass in ihrem Sport als primäre Befriedigung entdeckt haben, möchten durchaus auch gewinnen. Doch der Sieg wird hier zur Krönung und nicht zum Selbstzweck. Für alle anderen ist der zweite Platz meist eine Niederlage. Das Training wird zum Aufwand, zu einer Investition, die sich nicht rentiert. Je mehr Energie in den Sport investiert wird, desto mehr steigt der Druck, gewinnen zu müssen. Eine Negativspirale entsteht.

Überlassen Sie auf dem Weg zu Ihrem sportlichen Erfolg so wenig wie möglich dem Zufall. Finden Sie den Spass in Ihrer Disziplin und lernen Sie Strategien und aktives Statemanagement – entdecken Sie Ihre persönliche Höchstleistung.