Mental stark

13 Dinge die mental starke Menschen NICHT tun

Mentale Stärke zeigt sich nicht in dem, was du tust. Vielmehr ist sie daran zu erkennen, was du NICHT tust. Wie verhindern nun mental starke Menschen negative Emotionen wie sich selbst zu bedauern oder der Vergangenheit nachzutrauern? Die Psychologin, Dozentin und Psychotherapeutin Amy Morin geht dem Thema in ihrem Buch mit praktischen Strategien nach und unterlegt diese mit aktuellen psychologischen Forschungen.

 

Ihr Buch ist ein Lernprozess und die Autorin ist davon überzeugt, dass es jeder mentale Stärke entwickeln kann. Die folgenden 13 Punkte helfen dir dabei, die täglichen Herausforderungen (noch) besser zu meistern:

1. Sie verschwenden keine Zeit für Selbstmitleid

Stattdessen empfinden mental starke Menschen viel Dankbarkeit für alles Positive, das sie erleben und erreichen. Amy Morin ist davon überzeugt, dass es selbstzerstörerisch ist, sich selbst zu bemitleiden. „Wenn man sich selbst bemitleidet, kann man nicht sein Bestes geben“, sagt sie. „Stelle das Gute heraus und du wirst sehr schnell zu schätzen wissen, was du besitzt.“ Für deine mentale Stärke ist es also äußerst hilfreich, Selbstmitleid durch Dankbarkeit zu ersetzen.

2. Sie behalten die Macht über das eigene Leben

Als Beispiel dafür nennt die Autorin die amerikanische Talkshow-Moderatorin und Unternehmerin Oprah Winfrey. Diese wuchs in Armut und mit sexuellem Missbrauch auf und entschied sich, ihr Leben selbst zu bestimmen und sich dabei von niemandem die Zügel aus der Hand nehmen zu lassen.  Wenn du das auch schaffen willst, ist es wichtig, dass du den Überblick über deine Ziele behältst und stets in ihre Richtung weiterarbeitest, ohne dich von anderen davon abbringen zu lassen. Am weitesten kommst du dabei, wenn du für dich selbst einstehst und dabei – wenn nötig – Grenzen ziehst.

3. Sie scheuen keine Veränderungen

Im Gegenteil: Mental starke Menschen gehen Veränderung strategisch an. Amy Morin schreibt von fünf Stufen der Veränderung: Vorbetrachtung, Betrachtung, Vorbereitung, Handlung, Nachbearbeiten. Es ist entscheidend, alle fünf Schritte zu gehen. Zwar können Veränderungen erschreckend und anstrengend sein. „Je länger du wartest, desto schwieriger wird es“, sagt sie. Und wenn du dich vor Neuerungen scheust, dann verhinderst du möglicherweise Wachstum und Entwicklung.

4. Sich konzentrieren sich nicht auf Dinge, die sie nicht kontrollieren können

Viel besser ist es, sich auf das zu fokussieren, worauf man Einfluss hat. Zwar fühlt es sich sicher an, wenn du alles unter Kontrolle hast. Aber es kann problematisch werden zu denken, dass du alles kontrollieren kannst. Die Autorin glaubt, dass dieser Drang, alles unter Kontrolle haben zu wollen, vermutlich aus Angst resultiert. Wenn du aber deinen Fokus weg von den Dingen nimmst, die du sowieso nicht beeinflussen kannst, wird dein Leben wesentlich stressfreier und erfolgreicher verlaufen. Deine Beziehungen werden sich verbessern und dir werden sich neue Möglichkeiten eröffnen.

5. Sie machen sich keine Gedanken es allen recht zu machen

Viele von uns machen sich Gedanken darüber, was wohl andere Menschen von uns denken. Um anderen zu gefallen, fällt es ihnen oft schwer, „nein“ zu sagen. Doch das ist das Gegenteil von mentaler Stärke. Die Autorin zählt vier Fakten auf über Menschen, die es ständig allen recht machen wollen:

  1. Es ist eine Zeitverschwendung.
  2. Ja-Sager sind leicht zu manipulieren.
  3. Es ist in Ordnung, dass andere wütend oder enttäuscht sind.
  4. Man kann nicht alle zufriedenstellen.

Die Einstellung es allen Recht machen zu wollen abzulegen, macht dich mental stärker und selbstsicherer.

6. Sie haben keine Angst vor kalkulierten Risiken

Es ist wichtig zu wissen, was auf dich zukommt. Viele Menschen fürchten sich vor Risiken – ob das nun auf finanziellem, körperlichem, emotionalem, sozialem oder unternehmensbezogenem Gebiet ist, sagt Amy Morin. Mangelndes Wissen macht Angst. Doch mit dem richtigen Wissen ist das Risiko kalkulierbar. Du kannst dir dazu einige Fragen stellen, um das Ganze zu analysieren:

  • Was sind die möglichen Konsequenzen?
  • Was sind meine potenziellen Vorteile?
  • Wird mir das dabei helfen, mein Ziel zu erreichen?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Was ist das Beste, was mir passieren kann?
  • Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Wie könnte ich das Risiko noch mehr reduzieren, um das zu verhindern?
  • Wie tragisch wäre es, wenn das Allerschlimmste eintritt?
  • Wie beeinflusst diese Entscheidung mein Leben in 5 Jahren?

7. Sie leben nicht in der Vergangenheit

Mental starke Menschen reflektieren ihre früheren Erlebnisse und lernen daraus. Wenn du dies auch tust, bringt dich das enorm weiter. Konzentrierst du dich aber auf Vergangenes, kann das selbstzerstörerisch und blockierend sein und verhindern, dass du die Gegenwart geniessen und deine Zukunft planen kannst. Morin glaubt, dass das Leben in der Vergangenheit sogar zu Depressionen führen kann.

Hilfreich ist es sicherlich, deine Lehren zu ziehen aus deinem früheren Verhalten und deinen Emotionen und wie dies die Geschehnisse beeinflusst hat. Sie aus einer neuen Perspektive zu betrachten, kann hilfreich sein.

8. Sie machen nicht immer und immer wieder die gleichen Fehler

Das eigene Verhalten reflektieren stellt sicher, dass du deine Fehler nicht wiederholst. Nur, wenn du untersuchst, was schief gelaufen ist, kannst du den Fehler in der Zukunft vermeiden. Dazu gehört natürlich auch, dir zu überlegen, wie du es künftig besser machen kannst. Mental starke Menschen übernehmen die Verantwortung für Fehler und erstellen gleichzeitig einen Plan, wie sie den Fehler in Zukunft verhindern.

9. Sie beneiden andere nicht um ihren Erfolg

Wer sich auf den Erfolg anderer konzentriert, verliert den eigenen aus den Augen. Neid lenkt vom Ziel ab und verursacht Missgunst. Selbst bei eigenen Erfolgen stellt sich dann keine Zufriedenheit ein. Es kann sogar passieren, dass die eigenen Werte und Potentiale übersehen werden. Schätze deine Stärken und Talente und setze sie für deinen Erfolg ein.

10. Sie geben nach scheitern nicht auf

Wenn sich nicht sofort ein Erfolg einstellt und Hindernisse überwunden werden müssen, hält das viele auf und sie glauben, dass sie es nicht schaffen können. Dass ein Kämpfen und hartnäckiges Glauben an die eigenen Ziele hilfreich sein kann, zeigt der als Dr. Seuss bekannt gewordene Kinderbuchautor. Amy Morin schreibt, dass dessen erstes Buch von mehr als 20 Verlagen abgelehnt wurde. Später hat Dr. Seuss über 40 Bücher verfasst und zählt zu den meistgelesenen englischsprachigen Kinderbuchautoren. Das bedeutet für dich: Wenn du von etwas überzeugt bist, dann bleib dran und lass dich nicht von Hindernissen aufhalten.

11. Sie fürchten sich nicht vor dem Alleinsein

Vielmehr schaffen sich mental starke Menschen Zeit für Einsamkeit. Die Autorin ist überzeugt davon, dass allein zu sein, mit eigenen Gedanken ein starkes Erlebnis ist und viel dazu beiträgt, die eigenen Ziele zu erreichen. Um mentale Stärke aufzubauen, ist es gut für dich, raus aus dem täglichen Lebens zu kommen und dich auf deine Entwicklung zu konzentrieren. Laut Amy Morin hat Einsamkeit so einige Vorteile, wie beispielsweise

  • erhöht die Produktivität der Arbeit
  • fördert die Entfaltung der Kreativität
  • verbessert die Empathie
  • stärkt die psychische Gesundheit
  • unterstützt die Erholung und Regenerierung von Körper, Geist und Seele

Mit Einsamkeit ist also nicht gemeint, dass du als Einsiedler leben und sämtliche soziale Kontakte abbrechen sollst. Vielmehr geht es darum, dir Zeiten zum Alleinsein „freizuschaufeln“ und diese bewusst für dich zu nutzen.

12. Sie denken nicht, dass die Welt ihnen etwas schuldet

So ein Denken verbittert, macht wütend, und enttäuscht. Wir neigen dazu, die Welt für Fehler und Mängel verantwortlich zu machen. Doch die Wahrheit ist: Niemand hat einen Anspruch auf irgendetwas. Der Schlüssel ist laut Amy Morin, dass du dich auf deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche konzentrierst, Kritik annimmst, deine Schwächen kennst und bei Bedarf daran arbeitest und vor allem deine Stärken nutzt. Gib mehr als du nimmst, sei ein Teamplayer und bleibe auch bei Erfolg demütig und dankbar.

13. Sie erwarten nicht sofort Ergebnisse

Mental starke Menschen machen kleine Schritte zum Ziel oder setzen sich Teilziele. „Die Bereitschaft, realistische Erwartungen zu entwickeln und ein Verständnis, dass der Erfolg nicht über Nacht geschieht sind notwendig, wenn Sie Ihr volles Potenzial erreichen wollen“, schreibt die Autorin. Menschen mit wenig mentaler Stärke sind oft ungeduldig und überschätzen ihre Fähigkeiten. Gleichzeitig wird unterschätzt, dass manche Entwicklungen ihre Zeit dauern. Mit Geduld und Ausdauer kommst du besser zum Ziel. Mach dir bewusst, dass es auf dem Weg auch Rückschläge geben kann – aber lass dich davon nicht beirren. Wichtig ist, dass du stets den Blick auf das gewünschte Endergebnis hältst und dabei immer die „kleinen Erfolge“ feierst.

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