Ray Popoola

Einführung

Maximalleistung im Sport – mit erkannten intrinsischen Motiven

Maximalleistung im Sport – mit erkannten intrinsischen Motiven

Es ist entscheidend, sich als Sportler seiner Motivation bewusst zu sein. Um zu wissen, was einen persönlich antreibt und welche Emotionen im Sport erlebt werden wollen. Dieses Wissen beeinflusst die Strategie von Sportlern, deren Trainingspläne und Wettkampfverhalten – und lässt sie am Ende des Tages erfolgreicher sein.

Anwendung im Sportcoaching

Um mit Sportcoachings Klienten wirklich weiterzuentwickeln, braucht es mehr als zwei Sitzungen. Es braucht eine langfristige Zusammenarbeit, um nachhaltige Verbesserungen zu erreichen und Sportler über ihren gesamten Karriereverlauf zu begleiten. Den Einstieg in ein Sportcoaching bietet das Reiss Motivation Profile®, kurz RMP®. Es zeigt die intrinsische Motivation von Sportlern auf – damit wissen Trainer, welche Schrauben sie bei ihren Sportlern ansetzen können und in welchem Ton sie mit ihnen am besten umgehen – der Ton macht die Musik. Sportler werden so individuell motiviert und im Training und Wettkampf optimal von ihren Trainern unterstützt und angeleitet. Das RMP® ist das erste empirisch entwickelte Persönlichkeitsprofil, das 16 Lebensmotive aufzeigt, die jeder Mensch hat. Es ist wissenschaftlich validiert und der Schlüssel zur Höchstleistung.

Mit dem Wissen der intrinsischen Motive erleben sich Sportlern häufiger in einem Flow-Zustand. Sie wissen bewusster, was sie wollen und was sie brauchen – und warum dies so ist. Letztendlich sind sie leistungsfähiger, weil weniger Streuverlust von Energie entsteht. Gleichermassen erfahren sie, an welchen Stellen Schwierigkeiten bestehen und was es braucht, um die Schwierigkeiten zu minimieren oder gar aus dem Weg zu räumen.

Gibt es Motive, die Sportler mitbringen müssen, um erfolgreich zu sein?

Nein, erfahrungsgemäss nicht. Die individuelle Ausprägung der Motive spielt insofern keine Rolle, sofern diese als Motivationsfaktor von Trainern aktiv genutzt werden. Auffällig ist, dass verständlicherweise bei vielen Sportlern das Motiv Körperliche Aktivität stark ausgeprägt ist. Dies ist aber kein Muss, so gibt es zum Beispiel Fechter, die teilweise eine geringere Ausprägung im Motiv Körperliche Aktivität ausweisen. Für Sportler kann es jedoch förderlich sein, wenn das Motiv Ehre stark ausgeprägt ist – sie werden sich dann tendenziell eher an einen Trainingsplan halten, was von den meisten Trainern geschätzt wird. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass Menschen mit einem gering ausgeprägten Lebensmotiv Ehre nicht trainiert werden können. Sie müssen einfach anders motiviert werden.

Das RMP® im Teamsport

In Teamsportarten kann das RMP® in Verbindung mit Sportcoachings bei jedem einzelnen Athleten Aufschluss über Motivation und Leistungswillen geben. Zum anderen kann ein Trainer mit dem Wissen bessere Entscheidungen treffen, in welcher Spielphase ein Spieler am besten eingesetzt wird, wie zum Beispiel im Fussball im letzten Drittel oder beim Penaltyschiessen. Zudem wird sich die Kommunikation unter den Spielern in einer Mannschaft wesentlich verbessern, da alle Sportler voneinander wissen, was jedem wichtig ist. Das führt zu weniger Reibungsverlusten und damit zu einer Leistungssteigerung. Mit dem Wissen kann jeder Einzelne für sich und das Team als Ganzes Spitzenleistung erreichen.

Was wird mit dem RMP® noch erreicht?

Das RMP® zeigt nicht nur an, was die eigenen Motivationen sind, sondern auch, wie sie bestmöglich eingesetzt werden können. Wie schon das Orakel von Delphi sagte: „Erkenne dich selbst“ – wer sich selbst kennt und weiss, was einem persönlich wichtig ist und was man braucht, wird leistungsstärker, motivierter und erfolgreicher werden.

Fazit: Sport ist leistungsorientiert und hat klare Ziele. Im Business ist es nicht immer ganz so deutlich – dennoch arbeitet jeder auch hier auf ein Ziel hin. Deshalb hilft es auch im Business enorm, Bewusstheit über die eigene Motivation zu haben und die eigenen Stärken zu erkennen, um am Ende des Tages Höchstleistung zu erreichen.