Ray Popoola

Einführung

Angst vor Veränderung – Führungskräfte im Entscheidungskonflikt

„Soll ich es wirklich machen oder nicht?“ – die Gedanken kreisen durch Herrn Meiers Kopf. Er ist erfolgreicher und treuer Mitarbeiter in einer großen Unternehmung, die er in- und auswendig kennt. Man liess durchblicken, dass er der heisseste Kandidat für die künftige Nachfolge der Geschäftsführung sei.

Angst vor Veränderung – Führungskräfte im Entscheidungskonflikt

Sein Entschluss diese Möglichkeit anzunehmen, stand eigentlich schon fest, bis sein bester Freund ihm unvermittelt ein verlockendes Angebot machte. Dabei handelte es sich um eine vielversprechende Anstellung in genau dem Unternehmen, dessen Aufstieg zum Erfolgskonzern er bereits seit Jahren verfolgte… Ein Blick auf den Wecker erinnert ihn daran, dass es bereits 4 Uhr morgens ist. Herr Meier hat heute Nacht keine Minute schlafen können ­– derart schwer lastet der Entscheidungskonflikt auf seinen Schultern.

Veränderungen sind meist unvorhersehbar, selten planbar und können ungemütlich werden. Lesen Sie in diesem Blog, wie Sie Entscheidungskonflikte lösen können.

Entscheidungen treffen – ein ewiges Abwägen beginnt

Herr Meier gibt auf: „Heute werde ich wohl keinen Schlaf mehr finden!“ Als gut strukturierter Mensch setzt er sich in sein Wohnzimmer und nimmt seinen Notizblock und den edlen Kugelschreiber, den er vor einigen Jahren zum Firmenjubiläum von seinem Chef erhalten hatte, zur Hand. Er erstellt eine Liste, welche die Vorteile der beiden Angebote gegenüberstellt: „Bekanntes Unternehmen, sichere Nachfolge, eingespieltes Team, …“ Dementgegen notiert er die attraktiven Faktoren des Unternehmens, in dem sein guter Freund arbeitet: „Modernes Unternehmen, innovativ, neue Chancen, …“ Er kommt letztendlich auf die gleiche Anzahl von Vorteilen auf beiden Seiten. Draussen wird es bereits hell. Zeit, sich für die Arbeit bereit zu machen. Der Entscheidungskonflikt wird ihn den restlichen Tag und darüber hinaus begleiten.

Kennen Sie Ihre Motive?

Was hier aus einem Coachingfall abgeleitet beschrieben wird, erlebe ich häufig auf ähnliche Weise in anderen Coachings. Wenn es um von aussen aufgedrängte Veränderungen geht, empfiehlt sich ein genauerer Blick auf die eigenen Lebensmotive. Sind diese und damit die intrinsische Motivation eines Coachees bekannt, dann wird auch die Handlungsebene deutlich. Intrinsische Motive sind für uns wie ein Treibstoff, der uns antreibt und tief in unserer DNA verankert ist. Häufig entstehen jedoch Entscheidungskonflikt mit situationsbedingten Anforderungen und den persönlichen Motiven einer Person. Ein Vorankommen wird damit verhindert.

Steven Reiss unterscheidet im Reiss Motivation Profile® nach 16 Lebensmotiven, wovon eines Macht heisst. Menschen mit einer hohen Ausprägung Macht haben den Wunsch nach Einflussnahme, Ehrgeiz und übernehmen gerne Verantwortung und sind willensstark. Für Herrn Meier wäre es kein guter Plan sich die Unternehmensführung befördern zu lassen: Das Lebensmotiv Macht ist bei ihn sehr gering ausgeprägt. Er würde zwar versuchen den Ansprüchen der Führungsposition gerecht zu werden, könnte in der Rolle jedoch kaum aufblühen – was ihn weitab von seiner persönlichen Höchstleistung bewegen würde.

Höchstleistung ist nur zu erreichen, wenn man die eigenen Motive kennt und diese bestmöglich mit dem Business abgleicht.

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