Alles andere vorher war nur Training

Welcher Moment in deinem Leben hat dich am meisten verändert?

Mein Umzug von der Schweiz nach Sri Lanka zu meinem Partner. Das neue Umfeld, die fremde Sprache, andere Gepflogenheiten. Ich hatte Anfangs Schwierigkeiten.

Trotzdem begann ich so vieles zu lieben: Das Essen, die Strände, das Wetter, die Lockerheit der Leute. Das Land befindet sich im Umbruch bietet viele Möglichkeiten, die hier trotz wenig finanzieller Mittel genutzt werden. Man ist kreativ im Überlebenskampf. Im Gegensatz zu der Schweiz, wo doch vieles stabil und unbeweglich ist.

Lebst du deinen Traum?

Ja und Nein. Ich wollte eigentlich immer nur jeden Tag aufwachen und denken: Der Mann neben mir ist der Partner meines Lebens. Mein Beziehungswunsch hat sich erfüllt. Als ich meinen jetzigen Mann traf, wusste ich: alles andere vorher war nur Training gewesen. (lacht) In Sri Lanka zu leben für die Liebe, davon träumte ich allerdings nie.

Welche Art von Mensch beeindruckt dich am meisten?

So viele Menschen haben Träume und Wünsche, die sie sich dann doch nie umzusetzen trauen. Deshalb beeindrucken mich Macher, die sich nicht nach der Gesellschaft richten und Risiken eingehen, mutig sind. Der Typ Mensch, der positiv denkt und einfach alles probiert, gefällt mir. Ich versuche so zu leben, doch gerade als Schweizerin, hinterfragt man immer viel.

Was würdest du dir wünschen, wenn du einen Wunsch frei hättest?

Ein Jahr Ferien und unbeschränktes Budget (lacht). Zeit und zu tun, was mein Herz begehrt. Ansonsten bin ich wunschlos glücklich.

Was war ein Schlüsselmoment für dich im Coaching?

„Willst du es loswerden?“ Das war die Frage, der ich mich stellen musste. Ich hatte richtig Angst vor der Veränderung und antwortete immer mit „Nein“. Ich wollte mich und mein Leben zwar ändern, doch ich sträubte mich davor diesen letzten Schritt zu gehen. Heute gibt es kein Herumdrücken mehr. Entweder, oder. Ich hätte nie gedacht, dass Veränderung eigentlich so einfach ist.