6 Dinge die jeder vor seiner ersten Hypnose wissen muss

Warum ist es schwer schlechte Angewohnheiten zu ändern, obwohl du weisst, dass sie nicht gut für dich sind?

Du erlebst ein inneres Ringen zwischen deinem Bewussten und Unbewussten. Das Letztere wird das Ringen in der Regel für sich entscheiden, da es schätzungsweise 98% deiner mentalen Kapazität entspricht. Zudem steuert es deine Körperfunktionen und dein Lustempfinden.

Wenn du dich schwer tust, deine Angewohnheiten zu ändern, hast du diese vermutlich über eine lange Zeit eingeübt. Dein Unbewusstes wird sie daher nicht einfach auf Grund von logischen Erklärungen aufgeben.

Sagen wir, dass du in jungen Jahren aus Leichtsinn mit dem Rauchen angefangen hast und jetzt aufhören willst. Du weisst auf einer bewussten Ebene, dass rauchen krank macht und dir nicht gut tut. Dein Unbewusstes sagt dir dabei: „Damit fühle ich mich aber selbstsicher, stark und macht mir Spass.“

Damit wir solche schlechte Angewohnheiten ändern können, müssen wir wir mit dem Unbewussten kommunizieren. Wir bringen ihm bei, dass es sich auf andere Weise sich selbstsicher, stark fühlen und Spass haben kann. Es bekommt ein neues Programm.

Hypnose nutzt dazu Entspannung, Vorstellungskraft, Suggestionen und Konzentration: Ein wunderbares Werkzeug um unser Unbewusstes zu programmieren. Was ist aber Hypnose? Viele Menschen missverstehen Hypnose auf Grund von dem was sie in Showhypnosen oder im Fernsehen gesehen haben. Die grösste Arbeit vor einer Hypnose Sitzung ist daher Klienten die Angst zu nehmen und zu erklären, dass Hypnose ein natürlicher Zustand ist, den man jeden Tag automatisch erlebt.

Hast du schonmal ein Buch gelesen und die Welt um dich herum vergessen? Bist du morgens eine Zeitlang auf Autopilot bevor du auf Touren kommst? Kennst du den Dämmerzustand kurz bevor du einschläfst? Wenn du die Fragen mit Ja beantworten kannst, warst du schon mal hypnotisiert.

Für Coaching wird der Hypnose Zustand gezielt erreicht. Damit können Klienten ihre persönlichen Ziele wie Selbstsicherheit, Konzentration, Angewohnheiten ändern, Ängste & Blockaden lösen, Stress & Burnout Prävention, etc einfacher erreichen. Hypnose ist ein sehr effektives Werkzeug um das Unbewusste auf  auf einer tieferen Ebene zu programmieren.

Folgend die 6 wichtigsten Dinge die du wissen musst, bevor du Hypnose für dich nutzen wirst:

1. Jeder kann hypnotisiert werden

Du kannst nur hypnotisiert werden, wenn du es willst. Es ist keine besondere Fähigkeit, sondern ein gemeinsamer Prozess zwischen dir und deinem Coach. Wenn es nicht funktioniert liegt es meistens an fehlendem Rapport zwischen Klienten und dem Coach, oder mangels Erfahrung.

Überprüfe vor deiner ersten Sitzung den Hintergrund und die Ausbildungen deines Coaches. Und arbeite nur mit ihr/ihm weiter, wenn du ein gutes Bauchgefühl hast und dich wohl fühlst. Thematisiere Unstimmigkeiten und schau wie sie/er darauf reagiert.

2. Hypnose Coaching ist anders als eine TV Unterhaltung

Im Fernsehen sind immer wieder mal Showhypnose zu sehen. In denen siehst du Personen eigenartige Dingen tun, wie Zitronen essen oder wie ein Hund bellen – dies dient dem Spektakel. Hypnose Coaching ist keine Show, sondern ein therapeutisches Setting. Du hast immer die Kontrolle, und wirst niemals Zitronen essen oder wie ein Hund bellen…

3. Hypnose hat nichts mit schlafen zu tun

Menschen die in Hypnose sind, sehen für Aussenstehende aus als seien sie am schlafen. Sie bewegen sich kaum und sind fast regungslos. Der Anschein trügt. Hypnotisierte sind in einem höchst fokussiertem Zustand, indem für sie die äussere Welt zwar Wahrnehmen, der aber kaum Beachtung schenken. Der Körper ist entspannt, und der Geist höchst wachsam.

Nach einer Hypnose kannst du dich in der Regel an alles Gesagte erinnern. Es ist die Aufgabe deines Coaches, dass du während der Sitzung nicht ganz abdriftest und einschläfst.

4. Hypnose ersetzt keinen Arztbesuch

Hypnose ersetzt bei Krankheiten keinen Arztbesuch, auch wenn man oft von wundersamen Heilungen durch Hypnose hört. Hypnose Coaches ohne medizinische Ausbildung dürfen zu deinem Schutz keine Krankheiten diagnostizieren oder heilen, auch von keinen Arztbesuch abraten. Ausser dein Hypnotiseur ist ein approbierter Psychotherapeut oder Arzt.

Wenn du Hypnose für dich testen willst, rede mit dem Hypnose Coach deiner Wahl. Er/sie wird dich fachlich in deinem Thema beraten, und im Zweifelsfall dich an einen Arzt verweisen.

5. Hypnose ist kein Wundermittel

Die gute Nachricht ist, dass Hypnose sicher ist, von jedem erlernt werden kann und positive Effekte auf Körper, Geist und Seele hat. Alleine oder in Kombination mit anderen Therapiemethoden, kann sie helfen schneller zu gesunden oder persönliche Ziele zu erreichen. Aber in den meisten Fällen geschieht das nicht über Nacht.

Auch mit dieser Methode braucht es Geduld. Viele Verhaltensweisen hast du dir über Jahre angeeignet, dann kann es schon ein paar Sitzungen dauern, bis sich die ersten Erfolge zeigen.

6. Bei Hypnose hast du die Kontrolle

Ob du hypnotisiert wirst oder nicht liegt letztendlich bei dir. Ein guter Hypnose Coach wird sein Fachwissen nutzen um dir bei deinen Zielen oder Beschwerden zu helfen, und Hypnose zielgerichtet einsetzen. Wenn dir aber Vertrauen zum Coach fehlt, du Angst hast oder nicht willst, dann geht es nicht.

Ebenso hast du in Hypnose die Kontrolle worauf du dich fokussierst und ob du den fachlichen Anweisungen folgst. So kannst du ein Werkzeug kennen lernen, dass dich dabei unterstützt das Beste zu geben und glücklich zu sein.

 

(Bild: https://pixabay.com/)

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